Europäische Politik wird nicht nur in den EU-Institutionen gemacht, sondern auch durch die Mitgliedstaaten und ihre Regionen. Genau dieser Frage sind wir als ukrainische Delegation aus dem Obst-, Gemüse- und Beerensektor im Rahmen des Projekts DUALOG auf unserer Fachinformationsfahrt nach Brüssel (18.–22. Oktober 2026) nachgegangen.
Wir haben mit Jan-Hendrik Scholz, EL-Referent in der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU, am Beispiel der Agrarpolitik besprochen, wie die Zusammenarbeit zwischen nationaler Verwaltung und EU-Institutionen funktioniert: Wie bringt ein Mitgliedstaat seine Positionen ein, und wie entstehen daraus gemeinsame Entscheidungen?

Außerdem haben wir uns mit Dr. Hanno Pfeil, dem Leiter der Landesvertretung von Rheinland-Pfalz in Brüssel , darüber ausgetauscht, wie landesspezifische Interessen gegenüber den EU-Institutionen erfolgreich vertreten werden können. Das Bundesland Rheinland-Pfalz pflegt eine Regionalpartnerschaft mit der Oblast Winnyzja.
Für uns war das ein wichtiger Blick auf die Strukturen, mit denen auch die Ukraine nach einem Beitritt arbeiten wird: Welche Verwaltungsstrukturen braucht es, um die eigenen Interessen in Brüssel wirksam zu vertreten? Wie arbeiten Ministerien, Regionen und Verbände zusammen?
Das ist auch für die Arbeit von DUALOG in der Region Winnyzja relevant. Das Projekt verbessert die Rahmenbedingungen für Obst- und Gemüseerzeuger und verbindet dafür Politik, Verwaltung, Verbände und Praxis. Die Einblicke aus Brüssel helfen uns, diese Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.
Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft und die offenen Gespräche! 🙏
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